Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bohrungen in Spanplatte reißt unten aus. Falsche Bohrstrategie?

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Bohrungen in Spanplatte reißt unten aus. Falsche Bohrstrategie?

    Hallo zusammen.
    Das Thema oben trifft es schon ganz gut.

    Ich habe das Problem, dass bei Bohrlöchern mit meinem Lieblings 6mm Dia Fräser (2 Schneiden) der Austritt am Rande absplittert. Alle anderen Bearbeitungen an der Platte sind sauber und Bilderbuchmäßig. Mit dem Fräser mache ich alle Spanplatten Bearbeitungen.

    Der Fräser ist scharf, daran kann es nicht liegen. ich arbeite mit Cambam und nutze die Standard Bohrstrategie.
    Ich habe natürlich schon einige Einstellungen durch, aber ohne Erfolg: Mit/gegen Uhrzeiger, ausfahren in der Mitte, gerader Boden ja/nein.
    Wenn ich sehr langsam einfahre wird es zu heiß und ich möchte auch ungern die Umdrehungsgeschwindigkeit zu arg reduzieren, da ich das Verhalten dann nicht ansehen kann.

    Hat jemand einen Tipp, wie ich das sauber hinbekomme? Umspannen wäre keine Option, da ich ständig viele Unterschiedliche Durchmesser auf einer Platte "bohre" und das komplett automatisiert ablaufen soll und auch sehr "krumme" Durchmesser vorkommen (zudem habe keinen Wechsler)

    Die Bohrlöcher Durchmesser sind von 6,1mm bis 10,35mm
    Spanabtransport habe ich meines Erachtens ausreichend.

    Aktuell Bohre ich mit: 18000UPM, Vorschub 800mm/min, tiefe Zustellung: 3mm, Zieltiefe: -16,5mm (16mm Standard Spanplatte beidseitig Melaminbeschichtet)
    Wie geschrieben, habe ich mit den Werten schon verhalten experimentiert. Das ist aber keine Lösung. Aktuell Bohre ich mit einem V Fräser händisch nach, um die Ausrisse zu bearbeiten. Am Ende ist das kein Mangel am Bauteil, aber nervt und kostet unnötig Zeit.

    Vielen Dank für euer Ohr

    Gruß
    Micha

    PS. ich fräse auf einer 3mm Gummi Vakuummatte, falls das noch Hilfreich zu wissen ist. Der Fräser geht also jedesmal 0,5mm ins Gummi.



    #2
    Hi Micha,

    willkommen hier im Forum.
    Ich kenne Cambam leider nicht, daher kenne ich auch dessen standardstrategieen nicht. wenn du die Kreisfäsungen herstellst entsteht dabei eine Helix (der Fräser geht pro Umlauf kontinuierlich tiefer) oder stellt der Fräser zu und macht einen horizontalen Kreis zum Ausräumen?

    vor allem wenn zweiteres der Fall ist sind Ausrisse in Spanplatte fast unvermeidlich. verbessern läßt sich das allenfalls mit der allerletzten Zustellung. Wähle Dein Zustellmaß so, dass der vorletzte Umlauf möglichst knapp innerhalb des Material endet. Damit ist der Schnittdruck nach unten am geringsten, wenn die Fläche endgültig durchstochen wird. Wenn die Planarität Deines Tisches es zuläßt würde ich sogar noch weniger tief durchfräsen.

    Gruß
    Herbert
    Grüße vom Bodensee

    Herbert

    Hier könnte Deine Fahne wehen !

    Kommentar


      #3
      Hallo Norbert und Danke für die schnelle Antwort.
      ich habe nach dem schreiben nochmal rund 15 versuche mit unterschiedlichen Einstellungen vorgenommen und komme mit deiner 2ten Empfehlung bisher am besten weg. Ich muss mal gucken wie weit ich im Material runter kann, damit es im 2ten Bohrvorgang nur minimal "durchstochen" wird.
      CamBam nimmt die Helix im Standardfall. Ich hatte schon überlegt das ich die Bohrung gegen viele Taschen mit zunehmender Tiefe austausche, das würde deiner Aussage nach noch schlechter sein? Ich bin auf jeden Fall sehr überrascht das ich mit so ein paar Löchern solche Probleme habe. Ich habe schon so viele Materialien erfolgreich damit gefräst und jetzt macht mir diese blöde Spanplatte das leben schwer ;-)

      Der Tisch sollte recht plan sein (ich fräse natürlich nicht in der Präzision um Teile für CERN herzustellen) aber bisher bin ich mit der Gummimatte und dem 0,5mm gut gefahren. aber ich werde es mal probieren. Noch tiefer, 1-2mm ins Gummi, hat keinen Erfolg gebracht.

      Ich geh dann mal wieder in die Werkstatt und werde probieren und später auch mal berichten.

      Danke und schönen Tag noch!
      Gruß
      Micha

      Kommentar


        #4
        Hallo Micha,

        wirklich sauber wird ein gefrästes Durchgangsloch erst wenn du erst kleiner mit Helix eintauchst und dann auf das Fertigmass zustellst. Der Fräser muss dann natürlich eine Schneidenlänge haben die grösser Materialstärke ist.

        Gruss
        Frank

        Kommentar


          #5
          Hallo Frank,
          danke für deine Antwort.
          Mein 6mm Fräser ist schon der kleinste Durchmesser, den ich als Dia Ausführung gefunden habe. Gerade bei den Bohrungen 6,1 mm ist da leider keine Luft für das Vorgehen. Zudem ist der auch nur knapp halbe Plattenstärke lang, sodass das min. in 2 Gängen erfolgen müsste. Die Strategie kenne ich von der Alu Kantenbearbeitung. Die Idee ist auch nicht schlecht das für Löcher zu machen, hatte nur gehofft das einfaches bohren ausreicht.

          Ich habe jetzt ganz viel ausprobiert und bin schon arg genervt. Bei größeren Durchmessern wird das Fräsbild immer besser an der Kante. Am schlimmsten bleibt es aber bei den Bohrungen die nur knapp größer als der Fräser-Durchmesser sind. Ich probier weiter... wenn ich was gefunden habe gibt es zum Glück die Möglichkeit das zusammenzufassen und als eigenes Script zu hinterlegen.
          Bisher ist das in 2 Teilen das Erfolgversprechendste: 1x normal runter auf -15mm und dann ein 2tes mal rein und dann sehr langsam mit Helix auf -16.5mm. 16.1mm bringt leider keine Verbesserung, ab -17mm riechts nur nach Gummi ;-)

          Kennt jemand DiaFräser-Hersteller die 3/4mm Durchmesser bei min.10mm Schneide und min.10mm Freistellung anbieten?

          Kaufe bisher bei VHF und HT, die haben das leider nicht im Programm

          Gruß
          Michael


          Kommentar


            #6
            Hallo,

            es gibt von JSO ein Dia Fräser in 5x12mm. Art. Nr. 12500.
            Vielleicht kann Mann da noch eine ganz kleine Fase anschleifen lassen, das könnte auch noch was bringen.

            MfG

            Kommentar


              #7
              Hallo unbekannter, danke für den Hinweis

              Ich habe eine Lösung für das Problem des ausreissens gefunden. Ich fahre die 2te Bohrung ab 15mm bis 16.5mm extrem langsam (100mm/min) und mit erhöhter Drehzahl von 22000Upm rein. Dann klappt es. Aber glücklich bin ich damit noch nicht, dadurch verschleißt der Fräser bestimmt deutlich früher. Da kommt auch nur noch sehr fein gemahlenes Pulver aus dem Bohrloch. Möglicherweise ist der Diafräser mit seiner planen Schneide nach unten auch nicht wirklich dafür geeignet. Ich überlege gerade mir einen einfachen, anders geformten für alle Bohrungen zu nehmen, dann halt einmal umspannen und dann alle Nuten mit dem 6er Dia zu fahren.

              Gibt es besonders gute Fräser zum bohren?

              Danke an alle und Gruß
              Micha


              Kommentar


                #8
                Hallo Michael,

                Solche Bearbeitungen hab ich auch recht häufig und dementsprechend auch viel Experimentiert.

                Es sollte auch recht automatisiert ablaufen, aber die besten Zeitergebnisse hab ich mit der 2 Seiten Bearbeitung gemacht.
                Da das nacharbeiten per Hand dann doch unverhältnissmässig war.

                Bei kleineren Löchern hab ich, wie c0r32quad geschrieben hat, den 5x12 Fräser von JSO genommen und hab mir den Schaft
                leicht hinterschleifen lassen um die mögliche Zustelltiefe bei dickeren Platten zu erreichen.

                Grössere Löcher sollte mit einer 2. axiallen Zustellung kein Problem sein.

                Wichtig bei der 2 Seiten Bearbeitung ist halt das deine Anschlagsbolzen genau sind.

                Lg Martin

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Martin
                  Die Spanplatten haben die Maße bei mir auf der Fräse von 132cm x 210cm oder 105cm x 265cm (16/19mm) und dort fräse ich je nach Typ bis zu 10 unterschiedliche Teile raus. Ich müsste dann jedes Einzelteil manuell neu platzieren und dann fräsen. Das geht natürlich, aber der Aufwand und die Zeit dafür ist auch schon erheblich.
                  Kannst du mir sagen wie viel Freilauf der oben genannte Fräser hat? Das steht da leider nicht. Reicht es für 16mm Platten, evtl. auch für 19er? Den selber frei schleifen ist ja auch wieder mit Zeit und Kosten verbunden. Eine Drehbank habe ich nicht im Zugriff.
                  Größere Löcher sind in der Tat nicht so das Problem.

                  Danke und Gruß
                  Michael

                  Kommentar


                    #10
                    Bei solch großen Platten Formatiere ich dann im 2. Durchgang wenn ich die Platte gedreht hab.
                    Also bei der ersten Seite die Bohrungen Fräsen bis über die hälfte der Dicke der Platte,
                    dann Drehen, Bohrungen wieder Fräsen und dann deine Einzelteile rausformatieren.

                    Du kannst einen 5x12er Dia Fräser nehmen mit einen NL von 20mm. das reicht dann auch für 19er Platten.

                    Den Schaft vom Fräser kannst du dir bei deinen Werkzeuglieferant direkt hinterschleifen lassen.
                    Hab es bei mir 1mm kleiner machen lassen, sodas ich den Fräser nochmal nachschärfen lassen kann.

                    Lg Martin

                    Kommentar


                      #11
                      Da habe ich wohl nicht ganz zu ende geschrieben

                      Darf man fragen um wie viele Löcher es sich bei welcher Stückzahl handelt? Vielleicht lohnt sich das umspannen doch zeitlich gesehen. Denn so langsam (durch)fräsen dauert ja auch seine zeit. Zumal das wie erwähnt eher negativ auf die standzeit geht.

                      Wie wird sowas denn bei großen nesting Maschinen gemacht? Ist doch eigendlich Gang und gebe Löcher durch zu fräsen.

                      Mfg Dennis

                      Kommentar


                        #12
                        Hallo Martin,
                        so macht das wohl schon eher sinn, mit der ganze Platte drehen. Einen Dia 5mm mit 20mm Freilauf? Den haben die da ja aber nicht. Hast du einen direkten link, oder meinst du das man den normalen kauft und dann den dort direkt noch anpassen lässt?


                        Hallo Dennis
                        bei dem Projekt sind es rund 50 Bohrungen unterschiedlichster Durchmesser pro Platte. Noch in kleinen Stückzahlen, aber ich aber dran das nach oben zu skalieren.
                        Ich frage mich auch wie Firmen die das täglich in Massen durchhauen das machen. Klar die haben sicherlich andere Maschinen, aber umspannen tun die doch bestimmt nicht.

                        Gruß
                        Michael

                        Kommentar


                          #13
                          Auf Nesting CNC werden die Löcher sicher gebohrt und nicht gefräst. Auf unserer Konsolen CNC haben wir Durchgangsbohrer in 5 und 6,5mm. Das wird damit Beidseitig schon ganz ordentlich.

                          Gruss
                          Frank

                          Kommentar


                            #14
                            Duketreiber Sicher werden die Standard Größen gebohrt, aber ich habe das so verstanden das viele Unterschiedliche Durchmesser durch die Platte gehen. Dann macht das ohne Wechsler keinen Sinn. Außerdem gibt es die durchgangsbohrer auch nicht in jedem Durchmesser von der Stange.
                            dann stellt sich noch die Frage ob eine „ganz Ordentliche“ Qualität reicht, oder ob es 100% sein muss, dann geht nur fräsen.

                            Micha_CNC Ich denke mal mit umdrehen kommt du an besten Weg, So wie Martin M geschrieben hast. Du kannst mit vollem Vorschub fahren und brauchst keine „sonder“ Fräser. Ich könnte mir vorstellen an den 4 Ecken der Platte 6er oder 8er Dübellöcher durch die Spanplatte zu fräsen bis in die Opferplatte. Diese kannst du dann als „Anschlag“ benutzen.

                            btw darf man fragen auf was für einer Maschine du Arbeitest? Die Größe scheint ja schon ganz ordentlich zu sein

                            MfG Dennis

                            Kommentar


                              #15
                              Hallo,

                              Schau mal, vllt verdeutlicht das es ein wenig wie ich das mit dem Fräser gemacht hab.
                              Das ist ein ganz normaler 5x12 Dia Fräser gewesen, der inzwischen schon 2x geschärft wurde, deshalb kann man
                              den Überstand der Schneide nicht mehr so gut erkennen.

                              Lg Martin

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X
                              Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz.