Tag zusammen,
heute möchte ich mal demosntrieren, was mit dem MasterCAM-Aufsatz "ART" gemacht wird. Als ich damals auf der Suche nach CAD/CAM war, war es für mich auch ein Aspekt, die Modellierung selbst durchführen zu können; -nicht nur das Ableiten der Werkzeugwege. Dies kann auch mit einer stinknormalen Dreiachsmaschine geschehen, denn auch sie ist in der Lage dreidimensional zu fräsen; es bleibt lediglich eine Frage der "Maschinenfütterung"....
Somit sind wir auch schon beim Thema:
Gegenüber von 2D-Fräsungen ist es somit also zuerst einmal notwendig, grundlegend zu gestalten;
eine interessante Möglichkeit die MasterCAM Art hierzu bietet, ist das "Aufblasen" von 2D-Geometrien. Das müsst Ihr euch vorstellen wie mit einer Tiefziehfolie, wie sie in der Industrie bei Fronten verwendet werden. Diese macht jede Formausprägung mit und legt sich dabei genau auf die Kanten. Die "Kanten" sind in diesem Falle die vorhandene 2D-CAD Datei. Dann kann ich separat defiieren, wie sich die Folie an der vorgegebenen Kante zu verhalten hat: Rundung, Fase, Parabel oder eigenes defieniertes Profil? Konvex oder konkave Ausprägung, etc. ......-somit bin ich in der Lage, nach einer 2D-Vorlage ( die aus jedem beliebigen CAD stammen kann) eine virtuell dreidimensional ausgeprägte Tiefziehfolie zu definieren (siehe angehängte Bilder). Doch damit steht natürlich noch kein einziger Werkzeugweg. Dieser folgt im zweiten Schritt:
Nach Abschluss der Gestaltungsarbeiten kann jetzt definiert werden, wie der WZ-Weg berechnet werden soll. Dieser ist in erster Line abhänging von der Ausprägung des Werkzeugs selbst: Ein Kugelfräser wird demnach in der Regel geeigneter sein als ein Schaftfräser. Je nach Ausprägung der dritten Dimension wird im ersten Arbeitsgang ein Kugelschruppfräser das Material wegschruppen; ca. -je nach Ausprägung 0.5 bis 2mm über der fertig angedachten Fläche. Ich kann dabei defineiren, wie oft das Werkzeug dabei zustellen soll, in welchen Winkel es das Werkstück abzeilt werden soll, kann eine Toleranz eingeben, wie weit der Werkzeugweg abweichen darf, um die Daten zu reduzieren, man kann radiale, parallele spiralenförmige Werkzeugwege verwenden. Ggf. kann ein bestimmter Bereich festgelegt werden, wo das Werkzeug zum Einsatz kommen darf; und schließlich kann sogar eine Restmaterialbearbeitung berechnet werden, die dann mit dem kleineren Fräser nur dort Werkzeugwege berechnet, wo das Vorgängerwerkzeug nicht ausreichend hinkommt....
sind die Werkeugwege errechnet kann in der Simulation das Programm auf Fehler überprüft werden. Holztechnische EIgenschaften wie das Ausreissen /Splittern werden dabei freilich nicht berücksichtigt.....und erfordern deshalb vom Programmierer entsprechendes Verständnis und KnowHow. Ebenso wird die Bearbeitungszeit und die zurückgelegte Wegstrecke gezeigt. In den angehängten Bildern betragen die G1-Bewegungen insgesamt 361 Laufmeter, die G0 Bewegungen 18,5 Laufmeter. Die Beabeitungszeit wird heir mit einer guten Sunde angegeben. Diese Angabe ist jedoch aufgrund der Maschinendynamik (Abbremsen, Beschleunigen, -und das in zig-Tausenden Sätzen-nicht ganz ernst zu nehmen. Die Erfahrung zeigt hier, dass -je nach AUsprägung der zu fräsenden Geometrie- dieser Wert das zwei bis Dreifache betragen kann.....
Somit habe ich bei diesem Beispiel eine filigranste Maßwerkschnitzerei in 2 1/4 Stunden gefräst. Schlichten erfolgte dabei global mit einem 2mm Kugelfräser im Bahnversatz von 0.3mm. Mit dem richtigen Fräser ist in der Regel ein Nachschleifen hinfällig; Ein Berufskollege hatte diese Füllungen bei mir für eine neue, unter denkmalschutz stehenden Haustüre nach altem Vorbild somit nachempfunden. Das Interessante daran bei dieser Datengewinnung wird sein, bedingt durch die Tatsache, dass die Modellierung innerhalb der Software stattfand, künftig in X, Y und Z-Richtung einfach beleibig unterschiedlich skaliert werden kann. Eine erneute AV ist als somit bei einem anderem gewünschtem Format zu 95% hinfällig! Und das soll somit also die zweite Botschaft sein: Ein externer 3D-Scan also nur dann, wenn "Mensch" nicht in der Lage ist dies zu vermessen bzw. nachzuempfinden. Mit dem Art-Aufsatz in MasterCAM finde ich, kann somit oft ein Scan vermieden werden.
Und das Beste: Dieses Beipiel funktioniert mit jeder 3-Achs!